Referendum wirbt damit, Parteien abschaffen zu wollen und ist selbst eine. Ist das nicht ein grober Widerspruch?

Das ist ein aufgezwungener Widerspruch. Das österreichische Recht gibt vor, dass jede wahlwerbende Partei als solche bei Wahlen antreten darf, aber nur politischen Parteien wird nach einer Wahl auch die tatsächliche Arbeit ermöglicht. Wenn wir in die Position kommen wollen, die direkte Demokratie umzusetzen, müssen wir erst diesen Weg beschreiten. Das österreichische Recht gibt auch beherrschende Elemente in den Statuten vor, die wir andernfalls so nicht befürworten würden.

Referendum wird sich als Partei auflösen, wenn die direkte Demokratie in Österreich umgesetzt ist, denn dann hat die Partei Referendum ihren Zweck erfüllt. Referendum ist in seiner praktischen Umsetzung keine Partei sondern ein alternatives, demokratisches Konzept. Referendum hat auch keinen Vorstand im herkömmlichen Sinne – er ist nur so benannt, weil die Gesetzeslage uns das vorschreibt. In der Umsetzung sind wir ein Organisationsteam auf Augenhöhe, in dem jeder einzelne den anderen darin unterstützt zu wachsen und so wächst das ganze Team. Man nennt das in der Wirtschaft „supportive Leadership“. Wahre Führungspersönlichkeiten unterstützen Ihre Nachfolger nach Kräften und gehen, wenn es an der Zeit ist, um sich wieder anderen Zielen zu widmen. Das ist unsere Aufgabe. Wir sehen uns als Mentoren, als Servicestelle für Menschen, die die direkte Demokratie in Österreich haben wollen.